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Betrachtet
man einmal die Internet-Zugangs-Tarife über einen Zeitraum
der letzten 20 Jahre so muss man feststellen, dass nicht nur
die Zugangspreise erheblich gesunken sind, die verfügbaren
Geschwindigkeiten sind hierbei auch enorm gestiegen. Hatte
ein Telekom-Kunde im Jahre 2002 mit einem DSL-Anschluss und
einer Geschwindigkeit von bis zu 768 KBit/s, einschließlich
DSL-Flatrate und die Möglichkeit zum Telefonieren noch
gut und gerne mehr als 60,00 Euro monatlich zu bezahlen, so
liegen die Standard-Angebote mit einem Breitband-Internet-Anschluss
einschließlich Telefon-Anschluss und den Flatrates fürs
Surfen im Internet und Telefonate ins deutsche Festnetz bei
gerade einmal 20 bis 25 Euro. Hierbei werden den Kunden Internet-Geschwindigkeiten
(in dieser Preiskategorie) von bis zu 16.000 MBit/s geboten
und für reguläre Festnetztelefonate sind keine weiteren
Kosten zu erwarten.
Der Schlüssel zu dieser Entwicklung liegt eindeutig
in die Konkurrenz, die sich auf dem deutschen Breitband-Markt
breit gemacht hat. Gab es in den 1990er Jahren lediglich die
Telekom und Arcor mit Analog- oder ISDN-Internet und Telefonate
über die alten Telefon-Kupferleitungen, so gibt es heute
fünf verschiedene Technologien über die das Breitband-Internet
realisiert werden kann. Hierzu zählen das Kupferkabelnetz
der Telekom, die Glasfasernetze von den großen Kabelnetzbetreibern,
die UMTS-Netze der deutschen Mobilfunknetzbetreibern, die
Richtfunknetze von einigen WiMAX-Anbietern sowie die LTE-Technologie,
die derzeit sukzessive von den vier deutschen Mobilfunknetzbetreibern
in Betrieb genommen werden.
Bei den Analog- und ISDN-Angeboten aber auch bei den frühen
DSL-Angeboten bis zum Jahre 2006 hatte der Internet-Kunde
immer einen Telefonanschluss mit zu buchen, denn die so genannte
"Letzte Meile" wurde zu 95 Prozent immer über
die Telekom-Telefonleitung zum Endkunden gelegt. Ganz egal
ob der Kunde telefonieren wollte oder nicht, er benötigte
diesen Anschluss und hierfür waren monatliche Telefon-Anschlussgebühren
in Höhe von zwischen 20 und 25 Euro zu bezahlen. Dazu
kamen (in der damaligen Zeit) natürlich noch die Minutengebühren
für Telefonate, die monatliche Anschlussgebühr für
den eigentlichen Internet-Zugang
und die Gebühr für den Internet-Zugangstarif. Noch
im Jahre 2004 hatte der durchschnittliche Internet-Kunde für
eine DSL-Flatrate so viel Geld zu bezahlen wie er heute für
einen Komplett-Paket bestehend aus dem Internt-Breitband-Anschluss,
dem Telefonanschluss, der DSL-Flatrate und der Telefon-Flatrate
zu bezahlen hat.
Auch die verfügbaren Geschwindigkeiten fürs Internet
haben sich unglaublich erhöht. Standen bei Analog lediglich
56 KBit/s und bei ISDN 64 KBit/s zur Verfügung, liegen
die Standard-Angebote heute bei 6000, 16000, 32000, 50000
oder auch 100000 KBit/s. Die Preis hierfür haben sich
nicht nur auf zwischen 20 bis 30 Euro monatlich eingependelt,
sie reduzieren sich noch weiter; die Konkurrenzangebote macht
dieses scheinbar möglich. Allerdings: Auch die Provider
sind heute an ihre Grenzen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit
gekommen. Um im Breitband-Markt noch bestehen zu können
kommen die kleinen Provider heute nicht mehr umhin, mit größeren
Providern zu fusionieren. Die Fachbranche meint, letztlich
werden nur drei oder vier Breitband-Provider übrig bleiben.
Welche Unternehmen diesen Kampf letztlich überleben werden
kann allerdings nur spekuliert werden.
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